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Brotkäfer

Auf einen Blick

Brotkäfer Stegobium paniceum

Der Brotkäfer gehört zur Familie der Nagekäfer (Anobiidae) und ist ein sehr kleiner, rost- bis dunkelbraun gefärbter Vorratsschädling mit ca. 1,5–3 mm Länge; die Larven sind weiße, madenartige Engerlinge .
Die Larven richten den eigentlichen Schaden an, indem sie trockene Vorräte wie Mehl, Brot, Reis, Gewürze, Hülsenfrüchte, Tabak sowie gelegentlich Leder und Papier anfressen und diese mit Kot und Gespinst verunreinigen .
Bei einem Befall sollten Sie alle betroffenen Gegenstände sofort aus dem Haushalt entfernen und entsorgen; danach sind Schränke, Regale und Ritzen gründlich auszuräumen, auszusaugen und zu reinigen .
Befallene Waren können durch Einfrieren (−18 °C, mehrere Tage) oder durch Erhitzen (≥60 °C über einige Stunden) zuverlässig von Eiern, Larven und Imagines befreit werden .

Was zu tun ist bei Brotkäfern

Lagern Sie Vorräte kurzfristig in luftdichten Behältern aus Glas, Metall oder dicht schließendem Kunststoff, und verwenden Sie beschädigte Packungen nicht weiter .
Wenn trotz dieser Maßnahmen erneut Käfer oder Fraßspuren auftreten, sollten Sie einen geprüften Schädlingsbekämpfer hinzuziehen, insbesondere bei gewerblichen oder hartnäckigen Befällen, da dann professionelle Verfahren erforderlich sein können .

Stegobium paniceum (LINNAEUS, 1761) — Brotkäfer

1. Erscheinungsbild und Erkennung der Brotkäfer

Der Brotkäfer ist ein sehr kleiner, ovaler Käfer mit einer typischen Länge von 1,5–3 Millimetern und einer rost- bis dunkelbraunen Färbung; die Flügeldecken sind fein behaart und das Pronotum (Halsschild) kann den Kopf teilweise verdecken. Die Larven sind weißlich, walzenförmig und deutlich madenartig, Sie umgeben sich oft mit Nahrungspartikeln und sind dadurch kaum zu erkennen.

2. Ernährung der Imagines und Larven

Erwachsene Brotkäfer fressen nur wenig und sind vor allem für die Fortpflanzung und Verbreitung wichtig; die wichtigen Fraßschäden entstehen durch die Larven. Diese zersetzen und verzehren eine breite Palette trockener, organischer Vorräte: Backwaren, Mehlprodukte, Reis, Hülsenfrüchte, Gewürze, Schokolade, Tabak sowie gelegentlich andere Materialien wie Leder oder Papier, wenn diese organische Rückstände enthalten .

3. Lebensraum, Vorkommen und natürliche Feinde

Der Brotkäfer stammt ursprünglich aus wärmeren Regionen, hat sich jedoch weltweit in menschlichen Siedlungen etabliert und besiedelt Haushalte, Bäckereien, Lagerräume, Apotheken u.a. Innenräume. Er nutzt die ökologische Nische trockener, geschützter Vorratslager mit stabilen Temperaturverhältnissen. Natürliche Feinde sind parasitäre Schlupfwespen und räuberische Arthropoden, doch in Innenräumen sind diese natürlichen Gegenspieler in der Regel zu selten, um einen Befall wirksam zu begrenzen .

4. Schäden für den Menschen

Schäden entstehen durch den Verzehr und durch die Verunreinigung von Lebensmitteln mit Kot, Häutungsresten und Gespinsten. Die Waren werden dadurch ungenießbar, es können Hygieneprobleme und wirtschaftliche Verluste auftreten. In gewerblichen Betrieben können solche Befälle zu rechtlichen und produktsicherheitsrelevanten Konsequenzen führen .

5. Praktische Bekämpfungsmaßnahmen

Sofortmaßnahmen: Entfernen und Entsorgen aller sichtbaren befallenen Waren; Schränke und Lagerorte leerräumen, gründlich absaugen und säubern; Ritzen und Ecken besonders beachten .
Physikalische Methoden: Einfrieren bei −18 °C für mehrere Tage oder Erhitzen auf ≥60 °C über einige Stunden töten Eier, Larven und Käfer zuverlässig ab und sind unbedenkliche, wirksame Methoden, die Tiere abzutöten .

Monitoring und Fallen: Klebefallen helfen bei der Früherkennung fliegender Imagines und ermöglichen die Abschätzung des Befalls .
Chemische und technische Verfahren: Bei hartnäckigem oder großflächigem Befall sind gezielte Maßnahmen durch Fachbetriebe erforderlich: die Anwendung zugelassener Insektizide oder in Industriebetrieben die fachgerechte Begasung, die nur durch qualifizierte Dienstleister und unter Beachtung rechtlicher Vorgaben durchgeführt werden darf .

6. Wichtiger Hinweis zur Nachhaltigkeit der Bekämpfung

Ohne konsequente Entfernung befallener Waren und systematische Beseitigung von Nahrungsquellen bleiben Tiere übrig; allein auf natürliche Feinde in Innenräumen zu vertrauen ist nicht ausreichend.

Quellen:

1. Schädlingkunde — Brotkäfer Stegobium paniceum: https://www.schaedlingskunde.de/steogobium-paniceum
2. Wikipedia — Stegobium paniceum: https://de.wikipedia.org/wiki/Stegobium_paniceum
3. Umweltbundesamt / Fachinformationen Vorratsschädlinge: Brotkäfer | Umweltbundesamt

Fotos: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/af/Drugstore_beetle_02.jpg
en:user:Kamran, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Francisco Welter-Schultes, CC0, via Wikimedia Commons