Hallo Hessen: Herr Kleinlogel gibt Tipps zu Schädlingen im HR

Das Thema „Schädlinge“ ist gerade im Sommer ein Thema, dass fast alle Menschen betrifft. Aus diesem Grund hat der HR einen Beitrag in der Sendung „Hallo Hessen“, vom 09.07.2019, untergebracht. Als Experte wurde einmal mehr Herr Kleinlogel eingeladen. Wir fassen kurz zusammen, welche Tipps und Tricks Herr Kleinlogel in der Sendung preisgibt. Wer die ganze Sendung sehen möchte, kann dies in der Mediathek des Hessischen Rundfunks tun.

Fruchtfliegen sind ein häufiger Gast in der Küche

Es gibt wohl kaum einen Haushalt, der noch keine Fruchtfliegen in der Küche zu beklagen hatte. Wie viele andere Schädlinge landen die Tiere direkt aus dem Supermarkt auf unseren Obstteller. Die Eier befinden sich meist schon am gekauften Obst. Aufgrund der Größe sind sie für das menschliche Auge nicht sichtbar. Sind die Fliegen erst einmal geschlüpft, leben Sie zwar nur wenige Tage, legen aber schnell neue Eier ab. Zwar ließe sich die Entwicklung durch Verlagerung in den Kühlschrank aufhalten, allerdings ist nicht jedes Obst für den Kühlschrank gemacht.
Herr Kleinlogel zeigt stattdessen wie man recht schnell und mit einfachen Mitteln eine Furchtfliegenfalle basteln kann. Mit einer abgeschnitten Plastikflasche, etwas Fruchtwasser und Spüli lassen sich die Fliegen schnell anlocken und einsperren. Alternativ lassen sich natürlich auch Profigeräte über uns beziehen.

Lebensmittelmotten erfordern gründliche Reinigung

Etwas umständlicher ist die Bekämpfung von Lebensmittelmotten. Meist über Produkte aus dem Supermarkt eingeschleppt, können sich die Motten zuhause schnell vermehren. Da die Verpuppung relativ lange dauern kann und zudem in geschützten, oft verdeckten, Bereichen stattfindet, haben viele das Gefühl die Tiere nie loszubekommen.
Generell muss der Herd ausfindig gemacht werden, die betroffenen Lebensmittel entsorgt werden und gründlich gereinigt werden. Im Nachhinein sollten alle Lebensmittel sicher verpackt werden. In der Sendung dient ein luftdichtes Glas als Beispiel, welches die Eiablage im Müsli perfekt verhindert.
Zusätzlich sollten Pheromonfallen aufgestellt werden, die die männlichen Falter anlocken und eine Paarung verhindern. Eine hundertprozentige Fangquote ist damit allerdings nicht garantiert. Schlupfwespen sind in der Regel nur in Lebensmittelbetrieben oder Härtefällen notwendig. Im Privathaushalt lässt sich ein Befall meist mit den beschriebenen Maßnahmen gut in den Griff bekommen.

Wespen vom Gartentisch vertreiben

Sommer ist auch immer Wespensaison. Vor allem zwei Arten suchen die deutschen Haushalte heim: Die „Deutsche Wespe“ und die „Gemeine Wespe“. Die unterschiedlichen Nester hat Herr Kleinlogel zur Veranschaulichung mit in die Sendung gebracht. Das helle Nest der Gemeinen Wespe ist recht deutlich von der dunklen Farbe der Deutschen Wespe zu unterscheiden.
Beide Wespen können auf der Gartenparty schnell lästig werden. Hat eine Wespe mal die Leckereien auf dem Tisch entdeckt, folgen ihre Nestkameraden schnell der hungrigen Diebin. Zwar gibt es keine spezielle Kommunikation unter den Tieren, allerdings reicht es wenn Sie der fündig gewordenen Wespe zum Gartentisch folgen. Hausmittel wie Zitronen mit Nelken gespickt oder angezündetes Kaffeepulver können helfen. Besser sind aber meist spezielle Wespenfallen. Die Simulation eines Wespennestes, mittels Papiertüte, dürfte eine Wespe übrigens kaum beeindrucken.

Schaben und Waldschaben unterscheiden

Ein ebenfalls häufig gesehener Gast im Sommer ist die Waldschabe. Im Gegensatz zur Deutschen Schabe ist diese aber völlig unproblematisch und muss nicht bekämpft werden. Wie Marienkäfer oder andere Insekten verirrt diese sich häufig in die Wohnung, hat dort aber keine Lebensgrundlage. Andere Schaben können jedoch zu einem echten Problem werden. Meist über Kartons aus dem Supermarkt eingeschleppt, können sich Schaben schnell in der Wohnung vermehren. In solch einem Fall hilft nur noch eine gründliche Bekämpfung. Dann sind die Erfolgsaussichten jedoch sehr gut. Angst, dass die Tiere einen nachts im Bett anfallen, braucht man nicht haben. Aus eigener Erfahrung, weiß ich, dass das sehr unwahrscheinlich ist. In Marokko hatte ich eine Nacht in einem Zimmer mit einer großen Anzahl an Schaben verbracht, die Tiere haben stets Abstand zum Menschen gehalten. Ein ungutes Gefühl vermittelt es einem dennoch.

Fliegen vor allem in Lebensmittelbetrieben ein Problem

Gewöhnliche Fliegen sind im Privathaushalt meist kein größeres Problem. Anders als in Gastronomien oder Bäckereien sind daher auch kein UV-Geräte, wie Herr Kleinlogel eines vorstellt, von Nöten. Einfache Klebestreifen zum Aufhängen sind effektiv und reichen für das Wohnzimmer daheim eigentlich immer aus. Das klassische Fliegengitter oder Moskitonetz kann den Einflug von Fliegen generell verhindern. Voraussichtlich wird im Sommer aber kaum eine komplett fliegenfreie Wohnung möglich sein.
Achtsam sollte man bei potentiellen Brutstätten der Fliegen sein. Die nicht genutzte Gießkanne oder der Eimer mit Regenwasser eignen sich für viele Fliegen und Schnaken hervorragend zur Eiablage. Eine regelmäßige Kontrolle oder das Beimischen biologischer Mittel wie Bacillus thuringensis können Abhilfe schaffen.

Schädlinge im Haushalt sind keine Seltenheit

In einem Einspieler werden Passanten zu Ihren Erfahrungen mit Schädlingen befragt. Der zeigt, dass fast jeder schon mal das ein oder andere Tierchen bei sich zuhause hatte. Es lässt sich kaum vermeiden, dass man mal eine Motte oder auch Schabe in der Wohnung hat. Da in fast allen Fällen die Tiere eingeschleppt sind, hat es auch selten etwas mit mangelnder Hygiene zu tun. Mit vielen Tricks lassen sich die Tiere auch schnell in den Griff bekommen.

Fragen zu Schädlingen werden gerne von uns beantwortet

Wer dennoch Beratung oder Abhilfe benötigt, kann natürlich auch gerne bei uns direkt anrufen. Und wer einmal sehen möchte, wie es aussieht wenn Herr Kleinlogel im Einsatz ist, kann dies in einem kleinen Einspieler der Sendung ebenfalls sehen. Der Beitrag ist zwar schon etwas älter, vermittelt aber dennoch einen recht realistischen und typischen Arbeitsalltag.