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Papierfischchen bekämpfen

Papierfischchen

Papierfischchen in Mehrfamilienhäusern – was Hausverwaltungen wissen sollten

Das Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata Escherich, 1905) ist ein zunehmend wichtiges Thema für Hausverwaltungen. Die Tiere sind eng mit den bekannten Silberfischchen verwandt, aber deutlich anpassungsfähiger: Sie kommen hervorragend mit trockenen, normal beheizten Wohnräumen zurecht und können sich unbemerkt im gesamten Gebäude ausbreiten. Wikipedia+1

Wie Papierfischchen in Ihre Objekte gelangen

Papierfischchen werden vor allem über Warentransport und Verpackungsmaterial eingeschleppt:

  • Sie verstecken sich in Hohlräumen von Wellpappe, Kartonagen und anderen Verpackungen
  • Mit jeder Warenlieferung, jedem Umzugskarton oder jeder Paketlieferung können einzelne Tiere in Wohnungen, Kellerräume oder Lagerräume eingeschleppt werden museumsschaedlinge.de+1

Von dort aus verteilen sie sich nach und nach über Risse, Fugen, Installationsschächte und Türspalten im gesamten Mehrfamilienhaus.

Warum Papierfischchen ein Problem für Wohnanlagen sind

Papierfischchen leben von zellulosehaltigen Materialien und stärkehaltigen Stoffen. Typische Schadstellen sind:

  • Teppiche und textile Bodenbeläge
  • Bilder und Rahmen, auch hinter Glas
  • Dokumente, Bücher, Ordner, Kartons
  • Tapeten, Papiere und andere zellulosehaltige Materialien Wikipedia+1

Anders als Silberfischchen benötigen Papierfischchen keine hohe Luftfeuchte. Sie fühlen sich bereits bei normalem Wohnraumklima (ca. 20–22 °C, durchschnittliche Luftfeuchte) wohl und können sich dadurch in allen Wohnungen eines Hauses etablieren – nicht nur in Bad und Küche. Wikipedia+1

Für Hausverwaltungen bedeutet das:

  • Image- und Vertrauensschaden, wenn mehrere Mieter über längere Zeit betroffen sind
  • Tatsächliche Materialschäden an Teppichen, Papieren, Bildern, Archivalien
  • Zunehmender Koordinationsaufwand durch Einzelmeldungen aus vielen Wohnungen

Zunahme des Papierfischchen-Problems

In den letzten Jahren wird aus vielen Regionen eine deutliche Zunahme von Papierfischchen-Befällen gemeldet. Gründe:

  • Zunehmender Onlinehandel und Paketverkehr → mehr verschleppte Tiere in Wellpappe und Kartonagen
  • Moderne, gut gedämmte Gebäude mit konstanten Temperaturen, die ideale Lebensbedingungen bieten
  • Hohe Möblierungsdichte und viele Verstecke in Wohnungen und Kellern Wikipedia+2Umweltbundesamt+2

Es ist davon auszugehen, dass Papierfischchen in Zukunft in Wohnanlagen noch häufiger auftreten werden.

Unser Bekämpfungskonzept für Wohnblocks

Einzelbehandlungen in nur einer Wohnung bringen bei Papierfischchen kaum Erfolg. Entscheidend ist eine flächendeckende Behandlung des gesamten Hauses.

1. Flächendeckende Behandlung aller Bereiche

Wir behandeln:

  • alle Wohnungen (inkl. Schlafzimmer, Wohnzimmer, Flure, Abstellräume)
  • Kellerräume, Trockenräume, Lagerräume, Archive
  • Treppenhäuser, Technikräume und andere Gemeinschaftsflächen

Nur wenn tatsächlich alle relevanten Flächen einbezogen werden, kann die Population im kompletten Objekt zusammenbrechen.

2. Spezielle Köder – punktförmig oder in Köderdosen

Wir arbeiten mit speziellen, hoch attraktiven Ködern, die:

  • in winzig kleinen Punkten direkt auf geeigneten Oberflächen appliziert werden können
  • auf Wunsch und bei sensiblen Bereichen auch in kleinen Köderdosen ausgebracht werden

Die Papierfischchen nehmen den Köder auf, fressen davon und verenden daran – auch verdeckte Tiere in Spalten und hinter Sockelleisten werden so erreicht.

3. Mehrstufiges Maßnahmenpaket (3–5 Einsätze)

Ein nachhaltiger Erfolg wird in der Regel mit 3 bis 5 Behandlungen erreicht:

1. Erstbegehung & Grundbehandlung

  • Inspektion der wichtigsten Bereiche
  • Flächendeckende Ausbringung der Köderpunkte bzw. Köderdosen

2. bis 5. Folgebehandlungen

  • Kontrolle der Aktivität
  • Nachlegen und Ergänzen der Köder
  • Anpassung der Befallsbereiche (neue Laufwege, weitere Räume)

Die Maßnahmen erfolgen in sinnvoll gewählten Abständen, damit alle Entwicklungsstadien der Papierfischchen erfasst werden und kein stabiler Restbestand im Gebäude verbleibt.

Was Hausverwaltungen beachten sollten

Ihre Aufgaben:

  • Zugang sicherstellen: Wir benötigen Zutritt zu allen Wohnungen und relevanten Nebenräumen.
  • Mieter informieren: Hinweise, dass die Köder nicht entfernt oder überstrichen werden dürfen; bitte keine eigenen Sprays verwenden.
  • Objektweite Lösung unterstützen: Eine erfolgreiche Sanierung gelingt nur, wenn alle Parteien mitziehen und das Gesamtobjekt behandelt werden kann.

Unsere Leistungen:

  • Fachliche Beratung und Einschätzung des Befalls
  • Erstellung eines objektbezogenen Bekämpfungsplans
  • Koordination der Termine (z. B. nach Aufgang oder Etage)
  • Fachgerechte Ausbringung und Kontrolle der Köder
  • Dokumentation der Maßnahmen, auf Wunsch für Eigentümerversammlung oder Beirat aufbereitet

Fazit für Hausverwaltungen

  • Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata) sind an trockene Wohnräume angepasst und verbreiten sich unbemerkt im ganzen Mehrfamilienhaus.
  • Sie werden häufig über Warentransport und Kartonagen eingeschleppt und können an Teppichen, Bildern und Papieren sichtbare Schäden verursachen.
  • Eine wirksame Bekämpfung ist nur sinnvoll, wenn sie flächendeckend im gesamten Objekt durchgeführt wird.
  • Mit unseren spezialisierten Ködern und einem mehrstufigen Maßnahmenplan (3–5 Einsätze) lassen sich Papierfischchen-Befälle in Wohnblocks zuverlässig und nachhaltig zurückdrängen.

Wenn Sie in einem Ihrer Objekte Papierfischchen vermuten oder bereits Nachweise haben, unterstützen wir Sie gerne mit einem maßgeschneiderten Konzept für Ihre Liegenschaft – von der Erstdiagnose bis zur dokumentierten Sanierung.