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Feuerwanze

Gemeine Feuerwanze Pyrrhocoris apterus (Linnaeus, 1758)

Die Gemeine Feuerwanze erreicht ca. 9–12 mm Körperlänge, zeigt eine markante rot-schwarze Zeichnung (rechteckiger schwarzer Fleck auf dem Pronotum, runde schwarze Flecken auf den Flügeldecken) und lebt gesellig in Gruppen. Sie ernährt sich überwiegend von Samen (z. B. Linden, Malven) und Pflanzensäften; Schäden an Gebäuden oder Menschen sind nicht zu erwarten. Bei sichtbarem Massenauftreten helfen mechanische Entfernung, Beseitigung von Samenansammlungen und das Abdichten von Eintrittsstellen.

Erkennen des Schädlings mit eindeutigen Bestimmungsmerkmalen

Aussehen: Körperlänge 9–12 mm, flach-ovaler Körper, leuchtend rot-schwarz gefärbt; Pronotum mit schwarzem Mittelfleck, Scutellum schwarz; Fühler viergliedrig. Nymphen ähneln den Adulten in Zeichnung, durchlaufen mehrere Häutungen. Diese Merkmale machen die Art leicht unterscheidbar von anderen Wanzen.

Lebensweise des Schädlings

Feuerwanzen sind tagaktiv und bevorzugen sonnige, warme Plätze; sie überwintern als adulte Tiere in Gruppen. Im Frühjahr (ab März) verlassen sie Überwinterungsquartiere und sammeln sich an sonnigen Mauern, unter Linden oder an Malven. Die Tiere sind stark gesellig und bilden oft dichte Ansammlungen.

Von was ernähren sich die adulten Tiere und Larven?

Hauptnahrung: Samen (vor allem von Malvengewächsen und Linden), gelegentlich Pflanzensäfte; sie saugen an reifen Samen und am Boden liegendem Pflanzenmaterial. Sie gelten nicht als Schädlinge von Kulturpflanzen in wirtschaftlich relevanter Weise.

Wie vermehren sich die Tiere?

Paarung und Eiablage erfolgen an geschützten Stellen; Weibchen legen Eier in Gruppen ab. Es gibt mehrere Nymphenstadien; die Entwicklung ist abhängig von Temperatur und Nahrungsangebot.

Wie viele Nachkommen können sie entwickeln

Ein Weibchen legt mehrere Dutzend Eier; in günstigen Jahren und bei reichlich Nahrung können lokale Populationen stark anwachsen. Die Überlebensrate variiert mit Klima und Fressfeinden.

Lebensraum

Ursprung und Verbreitung: Europaweit verbreitet und in Mitteleuropa sehr häufig; in städtischen Gebieten an Linden, Mauern und sonnigen Hauswänden. Ökologische Nische: sonnige, trockene Mikrohabitate mit Samenangebot.

Welche natürlichen Feinde hat er?

Prädatoren sind Vögel, Spinnen und räuberische Insekten; Parasitoide und Pilzinfektionen können Populationen ebenfalls begrenzen. In urbanen Bereichen ist die natürliche Regulation oft ausreichend.

Welche Probleme macht er dem Menschen?

Kein gesundheitliches Risiko; Probleme sind ästhetisch (Ansammlungen an Fassaden) und gelegentlich lästig bei Massenauftreten. Schäden an Gebäuden oder Vorräten sind untypisch.

Wie kann man ihn bekämpfen?

Umweltfreundliche Maßnahmen (Priorität):

Entfernen von Samenansammlungen (Beseitigung von Malven/Linden-samen unter Sitzplätzen). Abdichten von Ritzen und Spalten an Fassaden. Mechanisches Absammeln oder Absaugen großer Ansammlungen.
Weitere Maßnahmen: gezielte Reinigung von Mauern; chemische Bekämpfung ist in der Regel unnötig und nicht zu empfehlen. Bei anhaltendem Massenbefall kann fachliche Beratung sinnvoll sein.

Dauerhafte Entziehung der Lebensgrundlage

Langfristig wirksam ist eine Reduktion der Nahrungsquellen, Abdichtung von Gebäudespalten und regelmäßige Reinigung sonniger Fassadenbereiche. Diese Maßnahmen verringern die Ansammlungen der Tiere nachhaltig.

Quellenverzeichnis

— Feuerwanze Pyrrhocoris apterus. Feuerwanze – Pyrrhocoris apterus /

de.wikipedia.org — Gemeine Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus). https://de.wikipedia.org/wiki/Pyrrhocoris_apterus

Umweltbundesamt — Feuerwanzen (Pyrrhocoris apterus). https://www.umweltbundesamt.de/feuerwanzen

Foto: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/89/Firebug_on_fruit_of_Malva_sylvestris.jpg

Belladonna2, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons