Service ohne BuD – Monitoring ganz ohne wirkstoffhaltiger Köder
Bisher wurde wirkstoffhaltiger Köder zur Vorbeugung gegen Befall mit Hausmäusen und Wanderratten ausgelegt. Dieser wurde alle 4 Wochen kontrolliert. Der Fachausdruck für diese Vorgehensweise lautet: „Befallsunabhängige Dauerbeköderung“ BuD.
Überwachung darf nur noch mit giftfreiem Monitoringköder gemacht werden
Mit der neuen Zulassung der Köder (ab Sommer 2026) wird diese Anwendung von wirkstoffhaltigem Köder nicht mehr zugelassen sein. Wirkstoffhaltiger Köder darf dann nur noch zur Bekämpfung, nach tatsächlich festgestelltem Befall, verwendet werden. Zudem muss bei einer Bekämpfung der Köder wöchentlich kontrolliert werden, dies verursacht einen erheblichen Aufwand und damit Kosten. Zur Vorbeugung eines Befalls mit Nagetieren, zur Befallsermittlung, oder zur Überwachung von Nagetieraktivität dürfen nur noch wirkstofffreie Monitoringköder angewendet werden. Wir begrüßen diese Änderungen.
Wirkstoffhaltige Köder verursachen vermeidbare Umweltbelastungen.
Die Wirkstoffe, die zur Nagetierbekämpfung eingesetzt werden, wirken auf die Blutgerinnung von Säugetieren. Leider haben diese Wirkstoffe die Eigenschaft, dass sie lange haltbar sind (sie sind persistent, sie bauen sich nur sehr langsam ab). Zudem reichern sie sich in der Nahrungskette an (sie sind bioakkumulierend). Aus diesen Gründen sollten Köder, die solche Stoffe enthalten, nur eingesetzt werden, wenn es unvermeidlich ist. Solche Köder überall zur Vorbeugung auszulegen, führt unserer Erfahrung nach, zu vermeidbaren Belastungen der Umwelt, und sei es nur durch das Entsorgen von nicht gefressenen Köderresten.
Service ohne BuD: Wirkstoffhaltige Köder zum Monitoring sind nicht optimal
Hinzu kommt, dass wir mit den Ködern nicht immer den gewünschten Erfolg im Monitoring erzielt haben. Im Außenbereich haben nicht nur die Ratten, wegen denen wir die Köder ausgelegt haben, unseren Köder gefressen, sondern auch Nichtzieltiere, wie Schnecken oder Mäuse. Im Innenbereich gab es Mäuse, die die Köder gar nicht gefressen haben, weil es genug andere Nahrung gab. In diesem Fall zeigt unser Monitoringsystem Befallsfreiheit an, obwohl dort Mäuse leben. Zudem gibt es resistente Mäuse, sie fressen vom Köder, aber sterben nicht mehr daran, da sie eine erhöhte Widerstandskraft gegen die Wirkstoffe haben. Ein mit wirkstoffhaltigem Köder durchgeführtes Monitoring auf Befall von Nagern, führt also nicht immer zum gewünschten korrekten Ergebnis.
Digital unterstütztes Monitoring führt zu besseren Ergebnissen
Wir haben uns im vergangenen Jahr gründlich damit beschäftigt, wie wir ohne wirkstoffhaltige Köder, einen wirkungsvollen Service gegen Nagetiere durchführen können. Ziel der Schädlingsüberwachung, des Monitorings ist es, sicher festzustellen, ob Schädlinge vorhanden sind. Dann können die entdeckten Nagetiere auch wieder bekämpft werden. Hierfür haben wir unsere Kleinlogel Smart R – Sensortechnik entwickelt. Diese Sensoren bauen wir in dafür entwickelte Rattenkontrollstationen und Mäusekontrollstationen ein. Die Stationen sind so gebaut, das die Nager gerne hineinlaufen, dort werden sie dann von den Sensoren erfasst. Bei unserem regelmäßigen Service führen wir eine Inspektion aus, und lesen die Sensoren aus. Mit diesen Informationen können wir, falls Befall vorliegt, eine wirkungsvolle Bekämpfung durchführen.
Service ohne BuD: Auch notendige Bekämpfungen können ohne Köder ausgeführt werden.
Wenn auf Köder verzichtet werden soll, können wir auch ganz ohne wirkstoffhaltige Köder wirkungsvolle Bekämpfungen ausführen. Hierfür haben wir entweder digitale Schlagfallen, die uns eine Nachricht senden, wenn sie einen Nager gefangen haben, oder wir verwenden Bolzenschussgeräte, mit denen zahlreiche Nager getötet werden können. In Objekten mit permanentem Befall können diese Bolzenschussgeräte, oder die Schlagfallen, auch dauerhaft plaziert werden, und so eine permanente Bekämpfung durchführen. Wir haben dann ein bekämpfendes Monitoring, ohne das wirkstoffhaltige Köder eingesetzt werden müssen.
