Pharaoameise im Wohnblock
Pharaoameisenbekämpfung in Wohnblocks – Information für Hausverwaltungen
Pharaoameisen (Monomorium pharaonis) sind einer der schwierigsten Hygieneschädlinge in Wohngebäuden. Sie sind winzig (ca. 2 mm), gelblich-transparent und bauen versteckte Nester in warmen, feuchten Bereichen wie Steigleitungen, Bädern, Küchen und Schächten. Durch ihre besondere Biologie sind sie mit „normaler“ Ameisenbekämpfung kaum in den Griff zu bekommen. Wikipedia
Warum Pharaoameisen so schwer zu bekämpfen sind
1. Viele Königinnen pro Kolonie (polygyn)
In einem Pharaoameisen-Staat leben nicht eine, sondern zahlreiche Königinnen. Wird ein Nest gestört oder unsachgemäß gespritzt, trennen sich Teilkolonien („Budding“): Jede Gruppe nimmt ein paar Königinnen mit, gründet neue Nester – der Befall breitet sich im Gebäude weiter aus. Wikipedia
2. Versteckte, vernetzte Nester im ganzen Haus
Die Nester liegen in Hohlräumen, Leitungs- und Kabelschächten, hinter Fliesen, in Zwischendecken und ähnlichen Bereichen. In einem Wohnblock existieren oft viele miteinander verbundene Nester, verteilt über mehrere Wohnungen und Etagen. Wikipedia+1
3. Ganzjährige Vermehrung in beheizten Gebäuden
Da Pharaoameisen ursprünglich aus tropischen Regionen stammen, nutzen sie in unseren Breiten vor allem beheizte Gebäude – hier können sie sich das ganze Jahr über vermehren. Wikipedia
Fazit: Einzelaktionen, Kontrollen nur in einer Wohnung oder der Einsatz von Sprays verschlimmern das Problem meist, weil Kolonien zersplittern und sich noch weiter im Haus ausbreiten. Ask IFAS – Powered by EDIS
Unsere Strategie: Systematische Köderbehandlung im gesamten Wohnblock
Auf Basis dieser Biologie arbeiten wir in Wohnblocks konsequent mit Ködern und nicht mit Sprühmitteln. Unser Standardverfahren:
1. Spezieller gefriergetrockneter Leberköder
- Wir setzen hochattraktive gefriergetrocknete Leberköder ein.
- Diese werden in kleinen, geschlossenen Döschen ausgelegt, damit Kinder und Haustiere geschützt sind.
- Die Arbeiterinnen tragen den Köder in die Nester, wo er an Königinnen und Brut weitergegeben wird – nur so kann der gesamte Staat zusammenbrechen.
2. Flächendeckende Auslage in allen Räumen
Entscheidend für den Erfolg ist die vollständige Bearbeitung des gesamten Objekts:
- Jede Wohnung, jeder Raum: Küchen, Bäder, Abstellräume, Schlafzimmer, Flure, Technikräume, Kellerbereiche, Müllräume usw.
- Pro Raum werden mehrere Köderdöschen an Laufwegen, Steigleitungen, Fugen und typischen Eintrittsstellen positioniert.
- So stellen wir sicher, dass alle Teilkolonien und alle Königinnen Zugang zum Köder haben.
Bleibt auch nur ein kleiner Reststaat mit einigen Königinnen und Arbeiterinnen unbehandelt, baut er den Befall wieder auf – oft nur in einem anderen Teil des Hauses.
3. Sechs Kontroll- und Nachlege-Termine über ca. sechs Monate
Pharaoameisen lassen sich nicht „über Nacht“ ausrotten. Ein vollständiger Bekämpfungszyklus umfasst:
- Ausgangstermin: Aufnahme des Befalls, Planung, flächendeckende Erst-Auslage der Köderdöschen.
- Fünf weitere Kontrolltermine im Abstand von 3–4 Wochen, also insgesamt 6 Termine über rund ein halbes Jahr.
- Bei jedem Termin werden:
- Köderdosen kontrolliert
- leere oder verunreinigte Dosen ausgetauscht
- neue Dosen ergänzt
- Laufwege und Aktivitätszonen angepasst
- der Fortschritt dokumentiert
Diese lange Laufzeit ist notwendig, weil sich die Kolonien langsam zurückbilden und sichergestellt werden muss, dass auch die letzte Königin keinen Nachwuchs mehr aufzieht. Ask IFAS – Powered by EDIS+1
Was bedeutet das konkret für Hausverwaltungen?
Ihre Aufgaben
- Zugang organisieren: Wir benötigen Zugang zu allen Wohnungen und relevanten Nebenräumen. Ohne Vollzugang kann kein sicherer Erfolg garantiert werden.
- Mieter informieren: Frühzeitige, klare Kommunikation, warum die Maßnahme nötig ist, wie lange sie läuft und wie sich Mieter verhalten sollen (z. B. Köderdosen nicht entfernen, keine eigenen Sprays verwenden).
- Kontinuität sichern: Das Programm muss komplett durchlaufen werden – Unterbrechungen oder ausgelassene Termine erhöhen das Risiko eines Rückfalls deutlich.
Unsere Leistungen
- Objektaufnahme und Beratung für Hausverwaltung, Eigentümergemeinschaft und ggf. Beirat
- Erstellung eines Bekämpfungsplans für den gesamten Wohnblock
- Abstimmung von Terminen (auf Wunsch nach Aufgang/Wohneinheit gestaffelt)
- Professionelle Auslage, Kontrolle und Nachlegung der gefriergetrockneten Leberköder
- Dokumentation und Abschlussbericht mit Einschätzung des Sanierungserfolges
Warum sich der Aufwand lohnt
- Gesundheitsschutz: Pharaoameisen können Keime übertragen und sind in Küchen, Bädern und Müllbereichen ein deutliches Hygienerisiko – insbesondere, wenn immungeschwächte Bewohner im Haus leben. Ask IFAS – Powered by EDIS+1
- Weniger Beschwerden: Ein klar strukturiertes Vorgehen mit festgelegtem Zeitplan reduziert Streit, Unsicherheit und Anrufe von verunsicherten Mietern.
- Nachhaltige Lösung statt Dauerproblem: Eine einmal fachgerecht durchgeführte Sanierung ist deutlich günstiger und nervenschonender als jahrelange Einzelaktionen ohne dauerhaften Erfolg.
Zusammengefasst
- Pharaoameisen haben zahlreiche Könniginnen, sind stark vernetzt und ganzjährig aktiv – deshalb sind Sprays und Einzelbehandlungen ungeeignet.
- Wir setzen gefriergetrockneten Leberköder in kleinen Döschen ein, der von den Arbeiterinnen in alle Nester getragen wird.
- Der Schlüssel zum Erfolg in Wohnblocks:
- alle Räume, alle Einheiten werden einbezogen
- Sechs Termine in Abständen von 3–4 Wochen über etwa ein halbes Jahr
- So lässt sich ein Befall in Wohnblöcken zuverlässig und vollständig beseitigen.
Beratung für Ihre Liegenschaft
Wenn Sie in einem Ihrer Häuser Pharaoameisen vermuten oder bereits bestätigt haben, sollten Sie frühzeitig handeln.
Wir können Ameisen bestimmen, und so feststellen, ob es wirklich Pharaoameisen sind. Nur dann sind die umfangreichen Maßnahmen notwendig und sinnvoll.
Wir erstellen Ihnen gerne ein objektspezifisches Konzept zur Pharaoameisenbekämpfung in Ihrem Wohnblock – inklusive Zeit- und Kostenplan, der sich gegenüber Eigentümern und Mietern gut erklären lässt.

