Schadwirkung der verwilderten Haustaube
Eigentlich ist die verwilderte Haustaube ein sympathisches, freundliches Tier. Das Problem entsteht aber durch die erheblichen Kotausscheidungen. Jede Taube setzt 20-30 (50) Gramm Kot pro Tag ab. Getrocknet wiegt dieser Kot 8-12 g pro Tag. Hierdurch ergeben sich erhebliche Kotverschmutzungen.
Schadwirkung (Hygiene, Materialschäden, Gesundheitsrisiken)
Verwilderte Haustauben gelten in Städten als bedeutende Hygiene- und Materialschädlinge.
Material- und Gebäudeschäden
- Kot korrosiv durch Harnsäure → Schäden an Fassaden, Metallen, Naturstein
- Verschmutzung von Gebäuden, Denkmälern und Dachrinnen
- Nestmaterial führt zu Verstopfungen von Drainagen und Lüftungsöffnungen
- erhöhte Feuchtigkeitsbindung → Bauschäden
- Ansiedlung von Algen und Flechten auf den verkoteten Fassaden durch den Nährstoffeintrag
Gesundheitsrisiken
Tauben können als Mechanische und biologische Vektoren verschiedener Krankheitserreger fungieren, darunter:
- Chlamydia psittaci (Psittakose/Ornithose)
- Salmonella spp.
- Campylobacter spp.
- Hefen wie Cryptococcus neoformans
- Schimmelpilze aus Kotansammlungen
Schadwirkung der verwilderten Haustaube durch Parasiten:
- Taubenzecken (Argas reflexus)
- Federlinge
- Milben
Darüber hinaus gelten Ansammlungen großer Taubenkolonien als Quelle von:
- Allergenen (Kot- und Gefiederstaub)
- Geruchsbelastung
Schadwirkung der verwilderten Haustaube durch Lärmbelästigung
Die hohe Reproduktionsleistung und die urbane Nahrungssituation führen zu Überpopulationen, die sowohl hygienische als auch technische Probleme verursachen.
Es verhällt sich wie immer. Eine, oder wenige Tauben sind kein großes Problem, viele Tauben dagegen schon. Wenn wir Taubenkot sanieren, dann müssen wir umfangreichen Arbeitsschutz einhalten

