E-Mail senden office@kleinlogel-gmbh.de
Jetzt anrufen
06151 44658
Kunden-Login ODS
Close
Heimchen – Acheta domesticus (Linnaeus, 1758)

Heimchen – Acheta domesticus (Linnaeus, 1758)

Das Heimchen ist eine synanthrope Hausgrille (ca. 16–20 mm), nachtaktiv und häufig in Gebäuden, Gärten und Zuchtbetrieben anzutreffen; zur Vorbeugung helfen Sauberkeit, Lebensmittelverschlüsse und Abdichten von Zugängen, bei Massenauftreten sind mechanische Fallen und gezielte Bekämpfung sinnvoll Tierenzyklopädie.

Erkennen des Schädlings

  • Größe: ca. 16–20 mm (ohne Ovipositor) Biologie-Schule.de.
  • Farbe und Form: braun bis gelblich mit dunklen Zeichnungen auf Kopf und Halsschild; lange Fühler und kräftige Hinterbeine zum Springen Biologie-Schule.de.
  • Unterscheidungsmerkmal: Männchen zirpen durch Reiben der Vorderflügel; Weibchen besitzen eine Legeröhre (Ovipositor), die sehr auffällig ist. Wikipedia.

Lebensweise

Heimchen sind nachtaktiv, verstecken sich tagsüber in Ritzen, unter Holz oder in Kompost/Laubhaufen und werden durch Wärme und Nahrung angelockt; sie sind Kulturfolger und kommen weltweit in menschlichen Siedlungen vor Tierenzyklopädie Umweltbundesamt.

Ernährung von Adulten und Larven

Allesfresser: Heimchen fressen pflanzliche Reste, Samen, Aas, Insektenreste und gelegentlich Lebensmittelvorräte; in Zuchtbetrieben werden sie mit Getreide, Gemüse und Proteinfutter gehalten Biologie-Schule.de.

Fortpflanzung

Weibchen legen Eier in feuchte, lockere Substrate (Erde, Holzspalten); nach mehreren Häutungen entwickeln sich Nymphen zu adulten Tieren. Die Fortpflanzung kann ganzjährig stattfinden, besonders in beheizten Räumen Wikipedia.

Nachkommen

Unter günstigen Bedingungen können Heimchen mehrere hundert Eier pro Weibchen über ihre Lebenszeit produzieren; diese hohen Reproduktionsraten erklären die schnelle Populationszunahme in geeigneten Habitaten Biologie-Schule.de.

Lebensraum und ökologische Nische

  • Ursprung und Verbreitung: vermutlich nordafrikanisch/asiatisch, heute kosmopolitisch durch synanthrope Lebensweise verbreitet Tierenzyklopädie.
  • Nische: nutzen warme, geschützte Mikrohabitate in Gebäuden, Ställen, Komposthaufen und Gärten; in der Terraristik werden sie gezielt als Futterinsekten gezüchtet Animalia.

Natürliche Feinde

Fressfeinde sind Vögel, Reptilien, Amphibien, Spinnen und räuberische Insekten; in Innenräumen spielen hauptsächlich Nahrungs- und Versteckangebot eine Rolle, Feinde gibt es hier kaum.

Probleme für den Menschen

Heimchen werden öfter durch ihr lautes Zirpen lästig. Gelegentlich können Lebensmittel verunreinigt werden. Auch ist es unangenehm, wenn sie in großer Zahl in Wohnbereichen vorkommen. In Zuchtbetrieben dagegen werden sie als Futter gezogen. Umweltbundesamt.

Bekämpfung und Prävention

Priorität: umweltfreundliche Maßnahmen

  • Vorbeugung: Lebensmittel dicht verschließen, Ritzen abdichten, Feuchtstellen beseitigen, Müll regelmäßig entsorgen Wikipedia.
  • Mechanisch: Klebefallen, Lebendfallen, regelmäßiges Absaugen von Verstecken; Das Entfernen von Kompost/Laubhaufen in Hausnähe reduziert die Populationen Tierenzyklopädie.
  • Biologisch/physikalisch: Temperaturbehandlung (Erhitzen kontaminierter Materialien) und Trockenlegung von Brutsubstraten.
    Konventionell: Bei starkem Befall gezielte Insektizid-Behandlung durch Fachbetrieb; immer Gebrauchsanweisung und lokale Vorschriften beachten.

Quellen

  1. Tierenzyklopädie Tierenzyklopädie — Acheta domesticus: https://www.tierenzyklopaedie.de/heimchen/
  2. Biologie-Schule.de Biologie-Schule — Steckbrief: https://www.biologie-schule.de/heimchen-steckbrief.php
  3. Wikipedia Wikipedia (de) — Heimchen: https://de.wikipedia.org/wiki/Heimchen
  4. Umweltbundesamt Umweltbundesamt — Hausgrille: https://www.umweltbundesamt.de/heimchen-hausgrille
  5. Animalia Animalia.bio — Fakten: https://animalia.bio/de/house-cricket

Foto: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/29/Acheta_domesticus_1.JPG

Aiwok, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons