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Teppichkäfer – Anthrenus scrophulariae (Linnaeus, 1758)

Teppichkäfer – Anthrenus scrophulariae (Linnaeus, 1758)

Der Teppichkäfer ist ein häufiger Materialschädling (ca. 3–4,5 mm), dessen behaarte Larven Wolltextilien, Pelze, Federn und getrocknete biologische Substrate schädigen; bei Fund von Larven oder Fraßspuren Vorräte sichern, gründlich reinigen, Feuchte und Lichtverhältnisse prüfen und bei größerem Befall fachliche Hilfe hinzuziehen. Umweltbundesamt

Erkennen des Schädlings mit eindeutigen Bestimmungsmerkmalen

  • Größe: ca. 3–4,5 mm (Imagines). Wikipedia
  • Aussehen Imagines: ovaler, kurzovaler Körper, stark mit farbigen Schuppen bedeckt; entlang der Flügeldeckennaht oft ein rotes Band.
  • Larven: stark behaart, bis ~5 mm, walzenförmig mit borstigen Haarbüscheln; Larven verursachen die Schäden. Umweltbundesamt

Lebensweise des Schädlings

  • Habitus: Erwachsene fliegen zu Blüten, ernähren sich von Pollen; Eier werden in geschützten Ritzen abgelegt. Umweltbundesamt
  • Entwicklung: Ei → Larve → Puppe → Imago; bei Zimmertemperatur Gesamtentwicklung typischerweise 3–4 Monate, unter ungünstigen Bedingungen bis >1 Jahr. Umweltbundesamt

Ernährung (Adulte / Larven)

  • Larven: fressen trockene tierische Materialien wie Wolle, Seide, Pelze, Federn, Horn und getrocknete Insektenreste; auch kontaminierte Staubansammlungen sind geeignetes Substrat. Umweltbundesamt
  • Adulte: fressen Pollen und Nektar; sind licht- und blütenanziehend.

Fortpflanzung und Nachkommen

  • Eiablage: meist im Mai–Juni; 30–60 Eier pro Weibchen werden in der Literatur genannt; Schlupf nach ~2 Wochen. Umweltbundesamt

Lebensraum und ökologische Nische

  • Verbreitung: Europaweit in Wohnungen, Lagerstätten, Museen und in der Natur (Vogelnester, Tierkadaver). Umweltbundesamt Wikipedia
  • Nische: geschützte, staubige Ecken, Teppichunterseiten, Polster, Museumsdepots und Vorratslager mit tierischen Materialien.

Natürliche Feinde

  • Feinde: räuberische Insekten, Spinnen und parasitische Wespen können Larven befallen; in Innenräumen meist unzureichend zur Populationskontrolle.

Probleme für den Menschen

  • Schäden: Kontamination und Zerstörung von Textilien, Teppichen, Pelzen, Museumsexponaten und Sammlungsobjekten; wirtschaftliche und konservatorische Folgen bei spät erkanntem Befall. Umweltbundesamt

Bekämpfung (ökologische Priorität)

Prävention und Monitoring (erste Priorität):

  • Regelmäßig saugen und reinigen, besonders Ritzen, Sockelleisten und Polsterunterseiten; Vorräte luftdicht lagern. Umweltbundesamt
  • Lichtfallen/Monitoring-Klebefallen in sensiblen Bereichen einsetzen; Fund dokumentieren.

Physikalische Maßnahmen:

  • Waschen/Heißbehandlung (≥60 °C) oder Gefrierbehandlung (≥–18 °C, mehrere Tage) befallener Textilien; lokale Wärmebehandlung oder gezielte Absaugung. Umweltbundesamt

Konventionelle Maßnahmen:

  • Bei großflächigem Befall fachgerechte Insektizidbehandlung oder konservatorisch abgestimmte Maßnahmen in Museen durch qualifizierte Dienstleister.

Lebensgrundlage dauerhaft entziehen:

  • Sauberkeit, trockene Lagerbedingungen, luftdichte Verpackung und Entfernung kontaminierter Materialien verhindern langfristig Populationen. Umweltbundesamt

Quellenverzeichnis

  1. — Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae).
  2. Umweltbundesamt — Informationsblatt Teppichkäfer (PDF) / Steckbrief.
    Teppichkäfer | Umweltbundesamt
  3. Wikipedia — Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae). Wikipedia

Foto

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/ff/Anthrenus_scrophulariae2.jpg

Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird Kulac als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben)., CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons