Wühlmäuse im Garten sorgen für viel Ärger

Wühlmäuse im Garten können für ordentlich Frust beim Gärtner sorgen. Die Nagetiere haben eine unausgesprochene Vorliebe für die Wurzeln vieler Pflanzen und einen schier unersättlichen Appetit. Innerhalb kurzer Zeit können die Tiere daher die Arbeit vieler Wochen und Monate zerstören, manchmal sogar Jahre.
Je nach Wühlmausart werden bestimmte Pflanzen oder Bäume bevorzugt. Hat man einmal eine Wühlmausfamilie im Garten, wird diese so schnell nicht wieder verschwinden. Im Gegenteil, gerade bei größeren Gärten kann es schnell zu einer Vermehrung kommen und im Handumdrehen ist der komplette Garten untergraben.

Wühlmausbefall im Garten erkennen

Wühlmäuse bewegen sich unterirdisch fort. Daher sieht man die Tier nur selten an der Oberfläche im Garten laufen. Die typischen Wühlmaushügel sind für manch einen schnell mit einem Maulwurfshügel zu verwechseln, auch wenn dieser deutlich höher ist. Davon abgesehen gibt aber dennoch recht klare Indizien woran sich ein Wühlmausbefall erkennen lässt.
Das erste Indiz ist für viele Gartenbesitzer zugleich das größte Ärgernis: Das Absterben von Pflanzen, angebautem Gemüse und im Falle von Schermäusen ganzer Bäume. Das Absterben kann natürlich auch andere Gründe haben, weshalb auf weitere Spuren geachtet werden sollte.
Als zweites Indiz kommen die Löcher von Wühlmäusen in Betracht. Die Tiere bewegen sich stellenweise auch oberirdisch fort um beispielsweise an der Rinde von Bäumen zu nagen. Um sich aus der Erde, bzw. wieder in die Erde zu graben, müssen natürlich Löcher gegraben werden. Das Loch ist vergleichsweise gut zu sehen, die Erde liegt nämlich neben dem Loch. Allerdings könnte auch gewöhnliche Mäuse oder gar Ratten das Loch gegraben haben. Nur anhand des Loches ist es mitunter schwierig eindeutig einen Wühlmausbefall zu benennen.
Das dritte und eindeutigste Indiz ist der Gang einer Wühlmaus. Durch ihre Grabtechnik, sowie ihre relativ flachen Gänge, entstehen oberflächlich Straßen an aufgewühlter Erde. Die Gänge sind meist nicht tiefer als 5 cm in der Erde. Sticht man also in einen Gang hinein oder gräbt ihn auf, sollte die Tiefe recht schnell verraten, ob es sich um eine Wühlmaus handelt. Die Gänge verlaufen zudem oval und enthalten oft Essensreste der Wühlmaus, sprich Wurzel- und Pflanzenreste. Neben dem Maulwurf können auch Ratten ähnliche Tunnel graben, es fehlen aber die Hügel und Erdaufhäufungen, zudem fressen Ratten keine Pflanzenwurzeln.

Wühlmausbekämpfung mit Gas und Ködern

Die effektivste Bekämpfung von Wühlmäusen findet mit Gas statt. Die Gänge werden meist mit einem Posphid geflutet um alle Wühlmäuse sicher zu erwischen. Bei mehreren Gangsystemen oder größeren Gärten sind in der Regel mehrere Kartuschen, bzw. Anwendungen an verschiedenen Stellen notwendig.
Köder wird meist nur als Zusatz eingesetzt. Als alleiniges Mittel reichen Wühlmausköder meist nicht zur Bekämpfung aus. Das mag auch daran liegen, dass die Wühlmäuse im Garten sich quasi schon in der frei zugänglichen Speisekammer befinden. Meist wird der Köder infolgedessen nicht in ausreichender Menge angenommen.
Zudem kann je nach Wühlmausart, die Attraktivität verschiedener Köder schwanken. Eine alleinige Bekämpfung mit Ködern kann daher deutlich langwieriger sein und das Ausprobieren verschiedener Köder bedeuten. Als zusätzliches Mittel zur Begasung ist es aber durchaus empfehlenswert.

Wühlmausbekämpfung mit Gas erfordert spezielle Sachkunde

Seit 2019 ist für die Bekämpfung von Wühlmäusen mit Phosphorwasserstoff-Gas eine spezielle Sachkunde erforderlich. Eine Begasung durch Privatpersonen ohne Sachkunde ist daher generell nicht mehr möglich. Auch Profis benötigen die Sachkunde, eine reine Ausbildung zum Schädlingsbekämpfer deckt die Begasungserlaubnis nicht ab.
Wir haben die erforderliche Sachkunde "Sachkunde Begasungen mit Phosphorwasserstoff im Erdreich zur Wühlmausbekämpfung gem. TRGS 512" und können daher auch Begasungen mit Phosphorwasserstoff anbieten.

Befallsermittlung und Kosten für Wühlmausbekämpfung

Wir bieten an ihren Garten zu inspizieren um zu klären ob Sie eine Befall mit Wühlmäusen haben. In diesem Zuge erstellen wir auch unverbindliche Angebote zur Wühlmausbekämpfung.
Die Kosten für eine Bekämpfung hängen stark von der Größe des Gartens und der Stärke des Befalls ab. Eine Besichtigung im Vorfeld ist daher dringen zu empfehlen. Zwar können wir die Kosten auch schon in einem ersten Gespräch am Telefon einschätzen, auch Bilder per Mail können dabei helfen, den Aufwand abzuschätzen. Ein exaktes Angebot wird in der Regel aber erst bei einer Befallsermittlung vor Ort möglich sein.

Monitoring bei offenem Gelände ratsam

Leider gibt es auch Wühlmausbekämpfungen, die aufgrund der Lage des Geländes ein dauerhaftes Monitoring erforderlich machen können. Gerade in Feld- oder Waldrandnähe kann es sehr schnell zu einem Neubefall kommen. Hier muss abgewägt werden, inwiefern eine dauerhafte Bekämpfung sinnvoll und aus Kostensicht tragbar erscheint.
Einzelne Maßnahmen sind in solch einem Fall aber wenig Erfolg versprechend. Zumindest mehrere Bekämpfungen in einem gewissen Abstand sollten eingeplant werden. Unsere Techniker werden Sie aber während der Befallsermittlung darauf aufmerksam machen. Selbstverständlich erhalten Sie den Hinweis und die Übersicht der Kosten auch in unserem Angebot.
Schermaus

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