HORNISSE

Die Hornisse (Vespa crabro) besitzt vier durchsichtige Flügel, die in Ruhestellung in Längsrichtung gefaltet werden. Es handelt sich um die größte einheimische Faltenwespenart. Die Königinnen erreichen eine Körperlänge von bis zu 35 mm. Männchen und Arbeiterinnen werden immerhin noch 28 bzw. 25 mm lang. Die Tiere sind überwiegend schwarz-gelb gezeichnet (Warnzeichnung!). Kopf und Brustabschnitt weisen zudem einen hohen Rotanteil auf. Auf dem Stirnschild sind keine schwarzen Zeichnungsmuster zu sehen, wie dies bei den meisten Wespenarten der Fall ist.

Die Koloniegründung erfolgt im Frühjahr durch Jungköniginnen, die als Einzeltiere überwintert haben. Nachdem sie erfolgreich ein paar wenige Arbeiterinnen aufgezogen haben, sind die Königinnen nur noch für die Eiablage zuständig. Die Arbeiterinnen kümmern sich dagegen um die Brut und die Nahrungsbeschaffung. Männchen schlüpfen erst im September und sterben schon bald nach der Begattung ab. Der Hornissenstaat geht meist Ende Oktober zugrunde. Nur die begatteten Jungweibchen überleben den folgenden Winter in ihrem Versteck.

Die Nester werden typischerweise in Baumhöhlen angelegt. Daneben können auch Ersatzhabitate wie Nistkästen oder Dachböden genutzt werden. Die Nester werden aus zerkauten Holzteilchen gebaut und bestehen letztlich aus einer papierartigen Masse. Die ausgewachsenen Tiere ernähren sich meist von Nektar und Baumsäften. Die Larven sind dagegen auf tierisches Eiweiß angewiesen und werden mit Wespen und Fliegen gefüttert, die die Arbeiterinnen im Flug erbeutet haben. Hornissen spielen daher eine wichtige Rolle im Ökosystem.

Hornissen sind nur wenig angriffslustig und stechen erst dann zu, wenn sie gereizt werden. Die Stiche sind nicht gefährlicher als die von Honigbienen. Anders als die Arbeiterinnen der Gemeinen Wespe, sowie der Deutschen Wespe werden Hornissen auch nicht lästig, da sie sich nicht wie diese Arten über Marmelade oder Obstkuchen hermachen.

Die Hornisse gehört in Deutschland zu den besonders geschützten Tierarten und darf ohne behördliche Genehmigung nicht bekämpft werden.

Weitere Wespenarten:

Deutsche Wespe (Paravespula germanica)
Gemeine Wespe (Paravespula vulgaris)
Mittlere Wespe (Dolichovespula media)
Sächsische Wespe (Dolichovespula saxonica)

Schädlingsbestimmung

Sind Sie unsicher um welchen Schädling es sich in Ihrem Fall handelt, schicken Sie uns ein Exemplar und wir bestimmen es für Sie und geben Ihnen eine Beschreibung zur Lebensweise und Bekämpfung. Für diese Dienstleistung berechnen wir EUR 35,– (zzgl. MwSt.).

Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kontakt


Mit fachlicher Unterstützung von Dr. Martin Felke - Institut für Schädlingskunde
Besuchen Sie auch unsere Landingpage. Hier haben wir mögliche Maßnahmen aufgeführt, die bei einem Hornissennest unternommen werden können.
Hornisse

Hornisse

Hier zu sehen: Hornisse (Vespa crabro) sitzend auf einem Blatt.

(Informationen zur Hornissenbekämpfung und Hornissenumsiedlung finden Sie hier)